Im breiten Feld der “neuen Paulus-Perspektiven” spielt für viele Theologen das Konzept der “Identity Marker” (oder auch “boundary marker”) eine wichtige Rolle. So weit ich das richtig verstanden habe (und ich bin was die ganze NPP Sache angeht noch recht neu), dann geht es darum, dass die Juden zur Zeit von Paulus eine gewisse nationale Überheblichkeit gegenüber den anderen Nationen entwickelt haben. Man konnte am Bund Gottes nur teilhaben, wenn man zum Volk Gottes dazugehört. Und um zum Volk Gottes zu gehören, muss man gewisse Merkmale aufweisen, nämlich man muss z.b. beschnitten sein, oder die Speisegebote einhalten und den Sabbat heiligen.
Jetzt verfolge ich den US-amerikanischen Wahlkampf seit einiger Zeit und beim Lesen eines Artikels auf Spiegel.de ist mir aufgefallen, dass das Konzept der “identity marker” auch heute noch


