Gestern war “Polylog :: FTA”, über den ich hier schon geschrieben habe. Und es war ein wirklich guter Abend mit ca. 20 sehr interessierten FTAlern. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es im voraus unheimlich viel Arbeit gewesen ist, das neben dem Studium und neben privaten Problemen/Sorgen/Angelegenheiten etc. vorzubereiten. Vor allem die Präsentation war eine Monster-Arbeit.
Aber den Reaktionen zufolge hat es sich wohl wirklich gelohnt. Ich habe zuerst eine kurze Einleitung in “Polylog” gegeben, im Grunde nur das, was ich hier auch schon im Blog geschrieben hatte. Und ich habe die Hoffnung erwähnt, dass man so etwas öfters aufziehen könnte, als “Polylog 01/15″, bedeutet: Ein zentraler Gedanke der einem sehr wichtig ist und über den man gerne reden will in maximal 15 Minuten. Und da evetl. Interesse vorhanden ist, das mal so zu machen, habe ich auch schon Leute im Kopf, die ich dazu von extern einladen möchte. Das aber ist noch Wunschdenken.
Danach kam der Hauptteil über die Emerging Church. Und ich denke und hoffe, ich konnte das dem Thema angemessen und ausgewogen darstellen, ohne weder zu pro noch zu contra zu sein. Der Teil ist zwar einiges länger geworden, als ich gehofft habe. Aber das Thema hätte man wahrscheinlich auch kaum kürzer vorstellen könne, wenn man Schlagseiten vermeiden will.
Der dritte Teil war ein Bonus-Teil, falls die Leute noch Zeit und Lust hatten. Und sie hatten. Und so habe ich über “Reforlution” geredet, also der Notwendigkeit “Revolution” und “Reformation” kombiniert zu sehen, wenn man echte und langfristige Veränderung in den Gemeinden etc. erreichen will. Denn Revolution alleine, ohne dass sie von langfristiger Reformation aufgegriffen wird, ist nur ein Strohfeuer, was vielleicht mehr schadet, als hilft. Und Reformation ohne die Bereitschaft, auch von Gott gegebene Chancen zur “Revolution”, in christlichen Kreisen manchmal auch “Erweckung” genannt, aufzugreifen, ist eine verpasste Chance.
Für den dritten Teil habe ich auch einen Gastredner eingeladen: Barack Obama. Er hat ein wenig über “Change” gesprochen, Veränderung. Als kritischer Deutscher bin ich bei diesen Parolen manchmal ein wenig skeptisch. Aber ganz klammheimlich bewundere ich die Amis dafür, dass sie so mitreißend sein können. Und manchmal wünsche ich mir das auch ein wenig für Deutschland.
Und so habe ich im dritten Teil auch gefragt, ob wir wirklich daran glauben können, dass Veränderung möglich ist, und das wir, als die Verantwortlichen der Zukunft auch Teil dieser Veränderung sein können. Aber das wir auch einen langen Atem brauchen, und über uns selbst hinaus blicken müssen. Das wir eine Vision brauchen, aber auch bereit sein müssen, zu akzeptieren, dass wir vielleicht nie erleben werden, wie diese Vision in unserer Gemeinde Realität wird. Und dennoch müssen wir danach festhalten und den Boden für die nach uns kommenden bereiten, damit diese es leichter haben und weiter machen können.
Heute Morgen dann finde ich auf dem Blog eines FTA-Kollegen folgendes Bild:

Danke Thomas!
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Februar 5th, 2008 at 13:48
lol - gut getroffen
ja, cool - gibt’s die Möglichkeit deine Wahlka… - äh - Polylog-Rede zu hören oder zumindest die Präsentation zu kriegen?
ciao
Februar 5th, 2008 at 13:50
Aufgenommen wurde es nicht. Und die Präsentation ohne den Vortrag alleine wird nur wenig bringen. Präsentation und Geschichte/Vortrag sind zu sehr miteinander verwoben.
Februar 5th, 2008 at 17:35
KARL FOR PRESIDENT!!!
Februar 5th, 2008 at 17:58
Ich war dabei!

Hast Du echt toll gemacht. Zwischendurch, als Du so leidenschaftlich über die Reforlution geredet hast, hab ich plötzlich gedacht: Unser Karl wird in Europa mal ganz schön was bewegen. Mal sehn, ob ich recht behalte!
Februar 6th, 2008 at 15:43
Cool. Mach weiter so. Das tut der FTA gut.