Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde
Am “Blog-Action-Day” über die Umwelt ist mir eine Idee wieder in den Sinn gekommen, die ich vor einigen Monaten mal hatte und die wiederum auf eine Idee zurückgeht, die ein Kumpel und ich in Brake hatten. Damals saßen Daniel und ich im Abendunterricht von Michael Kotsch, der über die Herkunft von Weihnachtsbräuchen referiert hat. Dabei hatte er erwähnt, dass jährliche Feste eine sehr gute Sache seien, die man vielleicht sogar noch ausbauen könnte. Wir beiden saßen dann da und haben uns überlegt: Hm, das ist doch eine gute Idee. Wofür könnte man denn noch ein Fest stattfinden lassen? Und uns ist in den Sinn gekommen, dass im Kirchenjahr an keiner Stelle der Schöpfung gedacht wird (ihr könnt mich da gerne korrigieren, wenn ich falsch liege). Und so haben wir den “Schöpfungstag” veranstaltet, insgesamt zwei mal. An diesem Tag soll der Tatsache gedacht werden, dass Gott sich an das große Projekt “Weltentstehung” gewagt hat. Wir hatten als Datum den 15.11. festgelegt (irgendwann muss er ja stattfinden ;-), und dann aber gesagt: der Samstag nach dem 15.11., damit man das auch feien kann.
Im Nachhinein finde ich das Datum gar nicht schlecht. Denn hier kommt mein zweiter Gedanke: Ich finde die Idee des Kirchenjahres an sich ganz gut. Aber wie erwähnt, wird im Kirchenjahr, soweit ich das sehen kann, der Schöpfung kein Raum eingeräumt. Aber ohne Schöpfung kein Weihnachten und Ostern und keine Neuschöpfung im Eschaton.
Daher habe ich überlegt, wie man das anders aufbauen könnte. Und mir ist die Idee gekommen, mich am Apostolikum zu orientieren. Dabei beginnt man bei Gott dem Vater, als dem Schöpfer aller Dinge, und kann dann im Rest am “normalen” Kirchenjahr anknüpfen, weil die einzelnen anderen Elemente ihre Entsprechung in den Kirchenkalender-Festen haben. Nur halt der Schöpfungstag nicht, der im November auch gut liegt, weil er kurz vor Weihnachten liegt, wo der zweite Abschnitt des Apostolikums gedacht wird, nämlich “Gott Sohn, der menschgewordene Gott”. Nur der evangelische “Ewigkeitssonntag” stört da ein wenig, weil der erst noch kommt, am Sonntag vor dem ersten Advent. Da muss ich das ein wenig anpassen.
Das soll explizit kein Ersatz für das “normale” Kirchenjahr sein, sondern mehr eine Ergänzung, vor allem aus Blog-schreibender Sicht. Ich habe mir überlegt, dass man, indem man im Jahr einmal durchs Apostolikum geht, diese Festtage auch nutzen kann, um sich über die Grundlagen des Glaubens gedanken zu machen, und eventuell zu bloggen, wenn man die Muse und Zeit dazu hat.
Über die Umwelt habe ich schon am “Blog-Action-Day” ausgiebig gesprochen, deshalb belasse ich es heute dabei. Beim nächsten Mal dann aber direkt am Schöpfungstag.
Das ist ersteinmal ein ganz persönliches Projekt, aber wer Lust hat, sich daran zu beteiligen, ist herzlich eingeladen. Ich werde mir noch genauer Gedanken darüber machen, wie ich das Apostolikum aufteile und wo ich eventuell vom normalen Kirchenjahr abweiche. Aber das werde ich dann im Blog immer ein paar Tage vorher erwähnen.
Über die Funktion von Festen und Ritualen will ich später noch einmal mehr schreiben, weil mir da einiges neu in den Sinn gekommen und klar geworden ist.
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November 17th, 2007 at 3:40
bin ja schon fast von ausgegangen, dass du es vergessen hast. um diese zeit denke ich gerne an die feiern zurück. ich glaube nächstes jahr wird auch hier am anderen ende der welt groß gefeiert!
aber mit dem datum. ich dachte wir wollten das am 2. samstag im november machen, daher ist es bei mir schon eine woche her, dass ich daran gedacht habe…
November 17th, 2007 at 8:33
Hi Karl,
ich wollte dich oder Daniel sowieso noch einmal nach dem genauen Datum für unseren Schöpfungstag fragen. Ich fand die Idee nämlich echt super. Leider ist es für dieses Jahr jetzt zu spät, eine Feier in unserer Jugendgruppe zu organisieren. Aber ich denke, ich werde es bei Gelegenheit mal vorschlagen.
November 17th, 2007 at 10:38
also karl, bevor es in 10 jahren weltweit diskusionen übers datum gibt, sollten wir das klären
November 17th, 2007 at 11:27
Habt ihr auch schon Vorgaben zum dekorieren?
Das muss man als Frau natürlich wissen … zu Ostern werden Eier bemalt, zu Weihnachten Tannenbäume geschmückt, … und zum Creations Day?
November 17th, 2007 at 11:31
Hey Daniel,
kann sein, dass du sogar recht hast mit dem zweiten Samstag im November. Ich wusste es nicht mehr so genau, was wir besprochen hatten. Ist mir eigentlich auch wurscht. Dann bin ich dieses Jahr etwas spät dran
@Claudi: Ne, Deko-Tips hab ich nicht. Da kannst du gerne ganz frei kreativ sein
November 17th, 2007 at 11:37
@karl: dann lass uns das auf den 2. samstag im monat festhalten. ich be das so nämlich im kalender eingetragen gehabt, daher hatte ich letzte woche schon die erinnerung.
@claudi: wir haben natürlich noch nichts, was als tradition gelten kann, aber damals hatten wir 4 große monitore stehen, die jeweils als diashow verschiedene bilder von der schöpfung gezeigt haben. ich glaube das ist am passendsten für einen schöpfungstag. bilder der schöpfung
@karl nochmal: was hällst du von einem blog mit einer adresse wie z.B. http://www.schöpfungstag.de oder so? dort dann posts und viele bilder reinknallen.
und nächstes jahr sollten wir glaub ich schon anfang nov. in unseren blogs drauf hinweisen ;-D
November 17th, 2007 at 15:30
wie wäre es mit dem 1. Mai:
erstens haben alle frei,
zweitens ist die Natur grade voll im Entwicklungsprozess (alles am blühen und so)
und drittens ist es ja (”heidnisch” gesehen) der Tag der Arbeit - und Gott hat ja am 1. Schöpfungstg (Sonntag 4004 v.Chr. [laut Usher]) das erste mal gearbeitet, also war das der erste Arbeitstag überhaupt in der Geschichte des Universums.
November 17th, 2007 at 21:08
1. Mai passt gar nicht. Das sprengt das Kirchenjahr total. Tztz
November 19th, 2007 at 7:49
Außerdem war ja auch ein Gedanke, zusätzliche Feiertag einzuführen. Reiner Neid auf die Römer.
Noch ein weiterer freier Tag schadet doch auch nicht, oder?
November 19th, 2007 at 16:41
Wie? Ist die Erde nicht am 1. Januar ins Leben gerufen worden?
DG