Es gibt nicht viele Redner, die mich wirklich faszinieren. Aber als ich dieses Video heute zufällig entdeckt habe, da war ich gleich gepackt. Auch von dem Thema, das Robinson angesprochen hat. Schaut es euch einfach mal komplett an.Aber sehr wichtig fand ich vor allem drei Punkte:
- Nach ca. 5:30 Min weist Robinson darauf hin, dass Kinder keine Angst davor haben, Fehler zu machen. Später aber im Laufe des Lebens wird das Kind lernen, dass Fehler zu machen das Schlimmste ist, was ihm passieren kann. Und das ist tödlich für Kreativität, denn Kreativität enthält auch, dass man Fehler macht, dass man Dinge ausprobiert die auch in die Hose gehen können. Und das ist etwas, was ich auch bei mir bemerke, vor allem in der Auseinandersetzung mit den Aussagen andere: Ist es nun eine Ausarbeitung für das Studium, oder ein Eintrag im Blog; ich traue mich kaum, Kritik anzubringen, weil ich immer wieder die Sorge habe, ich hätte den anderen einfach nicht richtig verstanden, etwas überlesen etc. Und wenn ich dann schreibe: “Das und das finde ich problematisch!” und dann kommt jemand und sagt: “Da hast du aber übersehen, dass er eigentlich das und das sagt”, dann wird das peinlich für mich. Das ist natürlich nur ein Teil dessen, worum es Robinson geht. Aber es ist das, wo ich es persönlich am Schnellsten bemerke. Nun sind wir Deutschen stolz auf unsere Fähigkeit Kritik am anderen zu üben. Ich persönlich bin das zumindest. Und ich möchte das nicht missen. Aber ich hoffe, es wird uns möglich sein, den Kindern und uns selbst von klein auf beizubringen, dass man kritisch-sein mit der Bereitschaft verbindet, dem anderen und sich selbst Fehler zuzugestehen.
- Ab 8:45 Minuten macht Robinson darauf aufmerksam, dass überall in der Welt die selbe Gewichtung an Fächern vorhanden ist, und das Mathematik und die technischen Fächer weit oben und Kunst und die künstlerisch-kreativen Fächer weiter unten angesiedelt werden in der Hierarchie. Er führt das auf die Industrialisierung zurück. Und Kunst eignet sich nicht so sehr, Maschinen zu bauen und zu bedienen. Ich weiß nicht, inwieweit seine Beobachtung richtig ist, aber sie hat was für sich. Und auch seine Kritik daran ist berechtigt.
- Zum Ende hin erzählt er die Geschichte der Choreographin, die “Cats” und “das Phantom der Oper” mitgestaltet hat. Sie hat als Kind Probleme beim lernen gehabt, weil sie nicht still sitzen konnte. Wäre sie heute ein Kind, dann würde man ihr wahrscheinlich Medikamente geben und sie ruhig stellen. Damals aber hat man erkannt: Das Kind ist nicht krank, sie ist nur eine Tänzerin. Denn sobald Musik angemacht wurde, da fing sie an herumzutanzen. Das Kind wurde daraufhin in eine Tanzschule gegeben und später wurde sie weltberühmt. Ich möchte nicht wissen, wieviele solcher kreativen Genies heute als “lerngestört” kalt gestellt werden
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September 4th, 2007 at 23:57
Zu 1. Trifft auch auf Sprache lernen zu. Ich musste ganz schnell zu dem Punkt kommen, dass Fehler machen dazu gehört. Anders kommt man nicht weit.
Cooler Beitrag.