Der wie der Phönix aus der Asche erstandene Fono verlinkt auf einen interessanten Artikel im Wired-Magazin, wo über das Problem eines islamischen Astronauten berichtet wird, der seine Religion im Weltall ausleben will, aber mit dem Problem zu kämpfen hat, Mekka im Weltraum zu orten und mit dem Gesicht zur Erde hin zu beten. Sehr spannend, genauso wie die anderen Fragen, die am Ende des Artikels angeschnitten werden, z.b. wann Sabbat auf dem Mond ist etc.
Aber ich hatte mich beim Lesen gefragt, ob es solche Probleme für “entritualisierte” Religionsgemeinschaften wie die Freikirchen auch gibt? Mir fällt momentan nix ein, wo man wirklich groß drüber diskutieren müsste. Beten kann ich wann ich will, wo ich will, in welcher Position auch immer. Der Sonntag ist zwar in der Regel der Tag des Gottesdienstes, aber auch das ist kein göttlich verordneter Tag, sondern eher kirchliche Tradition. Usw. Das find ich interessant. Das Christentum ist in diesen Dingen sehr flexibel, wenn ich das richtig sehe.
Was meint ihr?
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September 29th, 2007 at 14:27
Ich halte es da wie Paulus:
Mir ist alles erlaubt aber nicht alles ist mir nützlich.
Wir haben als Christen *die* Freiheit, wenn wir fest genug im Glauben stehen. Ich kann auch den Samstag, den Montag, den …. als meinen Heiligen Tag (also für Gott ausgesonderten Tag) nehmen. Solange ich es aus aufrichtigen Beweggründen und in Übereinstimmung mit meinem Gewissen mache.
Ich selber habe mir wieder vorgenommen den Sonntag Gott zu heiligen, also ihm zu geben. Das mache ich indem ich an dem Tag nichts für die Arbeit tue und auch nicht wirklich Programmiere sondern mir Zeit nehme für Gott und auch Zeit nehme um etwas mit andern Christen zu machen.
Wenn es aus welchem Grund auch immer nicht klappt, joa, dann halt nicht. Ich mache mich dadurch nicht an irgend etwas schuldig.
Ein Jude der unter dem Gesetz lebt oder ein Moslem der unter dem Koran lebt macht sich schuldig an eben dem Gesetz bzw dem Koran.
Wenn ich mir aber, als Christ, etwas als Gesetz vorsetze (Sonntag nichts tun) und es dann nicht befolge mache ich mich an mir selber bzw an meinem Gewissen schuldig. Aber das ist etwas das, in so einem Fall, *ich* mir als Gesetze nehme und das ist *nicht* durch die Bibel als Gesetz gegeben.
In diese Richtung versteh ich auch Paulus’ Aussagen bzgl Starker und Schwacher im Glauben und die Aussagen die er den Galatern schreibt wenn er sie kritisiert bzgl ihrer Rückkehr zur Gesetzesfrömmigkeit.