Heute war der letzte Vorlesungstag für dieses Semester an der aka. Jetzt beginnt die Vorlesungsfreie Zeit (nicht verwechseln mit “Ferien”, Doro :-P), also: Examen, Seminararbeiten, evtl. Praktikas etc. Für mich steht in diesem Sommer vor allem meine Proseminararbeit über Eph 4,20-24 an und eine Arbeit über ein Thema im Bereich “AT Einleitung”. Was für ein Thema ich da nehmen werde, das weiß ich noch gar nicht so recht.
Aber jetzt ist eine gute Zeit, um mal auf das vorige Jahr zurückzuschauen und ein wenig in das nächste Jahr zu blicken. Im vorigen Jahr hatte ich einige wirklich interessante Fächer. Dazu gehört im Wintersemester (WS) vor allem die Vorlesung “Griechisch III”, wo ich einen Einblick in die Textkritik und in die grammatische und semantische Analyse von griechischen Texten erhielt (was es damit auf sich hat, habe ich im Rahmen eines anderen Beitrags ein wenig zu erklären versucht). Darauf aufbauend hatte ich in diesem Semester das schon erwähnte Fach “NT Proseminar”. Dort wurde uns anhand der modifizierten “12 Schritte Methode” erklärt, wie man einen NT Text methodisch gründlich und ausführlich untersuchen und auslegen kann. Und ich denke, das hat mich wirklich ein gutes Stück weiter gebracht. Es ist gut, Exegese auch mal wirklich systematisch und Schritt für Schritt zu lernen. Man wird das später zwar nicht immer alles genauso abrufen. Da heißt es dann auch, kreativ zu sein und zu sehen, was man zusammenfassen oder auch beiseite lassen kann. Aber es ist gut, so etwas für den Beginn wirklich penibel und eins nach dem anderen zu lernen.
Eine andere interessante Vorlesung war das Kolloquium “Erbsünde”. Die Erbsünde ist ein sehr heißes und umstrittenes Thema und so gab es dementsprechend auch viel zu diskutieren. Für die Praxis-Junkies (die PTler und MWler) und für die Exegeten sind diese Diskussionen vielleicht sehr ansprechend, aber micht reizt so etwas
In diesem Semester besuchte ich als kleines Extra die Vorlesung “Das Leben Jesu”. Dort ging es, natürlich, um das Leben Jesu, betrachtet aus historischer Perspektive, und weniger aus theologischer Sicht: Was lässt sich über den “historischen” Jesus sagen? Wer war wer? Wie lebte und wie starb er? Usw. Das ist auf jeden Fall ein Thema, was mich weiter beschäftigen wird (also die historische Sicht auf Jesus. Die theologische sollte mich ja sowieso beschäftigen ;-)), zumindest nehme ich mir das vor.
Gut war auch die Vorlesung “Ethnologie” mit Lothar Käser, weil ich dort einen guten Einblick in dieses ganze Themenfeld erhalten habe, vor allem auch, was Animismus wirklich ist.
Hier noch ein Einblick in ein paar Vorlesungen, die ich nächstes Jahr besuchen werde (ausführlicherere Beschreibungen zu den Vorlesungen gibt es im neuen Vorlesungsverzeichnis):
WS 2007/08: AT Proseminar; Christologie; Soteriologie; Exegese Johannesevangelium; Exegese Jesaja; Die Theologie Luthers; Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (vor allem im Blick auf die neueren Entwicklungen in der Ökumente interessant!); Zum Tod-Gottes-Problem; Hebräische Textanalyse
SoS 2007/08: Anthropologie; Gotteslehre; Hauptseminar ST; Kontextualisierung; Exegese Römerbrief; Neuere AT-Forschung; Frühjüdische Literatur; Karl Barths Leben und Theologie
Wie ihr vielleicht schon merkt: Da finden sich ganz viele Fächer aus dem Bereich “Systematische Theologie”. Das ist so etwas wie der Schwerpunkt der nächsten zwei Semester. Aber mich als jungen STler freut das natürlich ![]()
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