Deutschland, das Land der Stechuhr und des Stechschritts. Pünktlichkeit, Fleiß, Arbeitssamkeit. Das stand alles mal früher für die “preußischen Tugenden”. So wird Deutschland teilweise heute noch gesehen.
Und Kopfschüttelnd registrieren wir dann, wenn z.b. manche Unternehmen über Arbeiter in Afrika klagen, dass diese gar nicht fähig sind, geregelt zu arbeiten. Tageslöhnermentalität: Man kommt, wenn man Geld braucht, und geht, wenn man genug hat und nächste Woche kommt man wieder.
Es bestand allgemein die Klage, daß der Deutsche sich nicht an regelmäßige und geplante Arbeit gewöhnen könne. Er arbeite in den Fabriken nur solange, als er das Geld für den Augenblick gebrauche.
Huch, was ist das? Huntemann zitiert hier in seinem Buch “Biblisches Ethos im zeitalter der Moralrevolution” die Klage der Engländer über die Deutschen Anfang des 19. Jahrhunderts. Klingt so gar nicht nach preußischen Tugenden. Aber das konnten die Deutschen mehr oder weniger abstellen.
Ganz anders das:
Die Bevölkerung beharrte im Widerstand gegen jede Reform und jeden Versuch einer technokratischen Mobilisierung
Manche Dinge ändern sich, manche eben nie …
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August 29th, 2006 at 11:22
Lol - das ist ja richtig cool.
das eine ist ein Beispiel dafür, wie sehr wir ethnozentrisch denken und wie schnell wir die eigenen Ursprünge vergessen,
das andere ein Beispiel für die Trägheit einer Kultur
August 29th, 2006 at 20:56
Cool! Dann kann ich mich also das nächste Mal auf meine History berufen, wenn ich keine Lust mehr haben sollte zum arbeiten!?!?