Jetzt ist ja alles 2.0. “Web 2.0″:http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0, “Identity 2.0″:http://identity20.com/media/OSCON2005/, “Bibel study 2.0″:http://www.zhubert.com, Ekklesia 2.0 (aka _emerging church_ ;-)) etc. Da kann man auch davon sprechen, dass der Linux Desktop so etwas wie die zweite Stufe erreicht.
Die erste Stufe war überhaupt der Schritt in den graphischen Desktop, der zwar schon vor vor 15 Jahren unternommen wurde, der aber erst durch “KDE”:http://de.wikipedia.org/wiki/und “Gnome”:http://de.wikipedia.org/wiki/GNOME wirklich “massentauglich” wurde und heute einen Stand erreicht hat, der sich funktionstechnisch nicht hinter Windows verstecken braucht. Im Gegenteil gibt es viele kleine Feature, die die Benutzung im Vergleich mit Windows erheblich vereinfachen, die dort nur mithilfe von Zusatsprogrammen zu erhalten sind.
Aber Apple hat mit “Mac OS X”:http://de.wikipedia.org/wiki/Mac_OS_X gezeigt, was auf dem Desktop alles Möglich ist, und das 3D Effekte nicht nu effekthascherei sind, sondern auch die _Usability_ erhöhen kann, weil der Desktop organischer wirkt. Microsoft versucht mit seinem neuen Windows “Vista”:http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_Vista, das ende 2006 erscheinen soll, auf diesen Zug aufzuspringen.
Linux hat im Multimedia-Bereich immer ein wenig hinterhergehinkt. Das hat sich ein wenig geändert, als erstens ATI und Nvidia anfingen, ihre Grafikkarten auch unter Linux zu unterstützen, und als das alte Xfree86 durch X.org abgelöst wurde, wodurch die Entwicklung des graphischen Unterbaus des Linux-Desktop, auf dem KDE und GNOME aufbauen, wieder stärker beschleunigt und modernisiert wurde.
Der nächste Schritt ist “xgl”:http://www.novell.com/linux/xglrelease/ (auf der Homepage gibt es auch ein paar Technikdemos), was von zwei Entwicklern begonnen und aufgrund von Zeitmangel fast wieder eingestampft wurde. Jetzt hat sich Novell der Sache angenommen und die Entwicklung kräftig nach Vorne gebracht.
Jetzt hat “Markus”:http://markus.wordpress.com mir einen Link zu einem geilen Video geschickt, auf dem in 11 Minuten ein Einblick in das gegeben wird, was Xgl können wird:
http://freedesktop.org/~davidr/xgl-demo1.xvid.avi (Mit DivX kodiert)
Und was die dort zeigen wird endlich auch den Linux Desktop auf eine neue Ebene bringen, wenn die das alles wirklich so umsetzen. Xgl ist dabei aber immer noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und das Video zeigt, was technisch _möglich_ ist, und nicht unbedingt das, was auch später genau so umgesetzt wird (das nur als Antwort auf die Frage, was für einen Sinn auf dem Desktop schwimmende Wale haben. Manche Menschen schaffen es nicht, das Prinzip hinter Beispielen zu sehen).
Und wenn ich das so sehe, dann kann ich sagen, dass ich 1. einen neuen PC brauche
und 2. dass Linux jetzt auch Multimedia-mäßig mit Windows mindestens mal gleich ziehen wird. Und was ich bisher von Windows Vista gesehen habe sagt mir, dass von Xgl sogar mehr zu erwarten ist.
Interessant am Video ist auch die Präsentation. Das zeigt mir endlich mal eindrücklich den Sinn verschiedener Virtueller Desktops. Die Präsentation läuft auf einem Desktop und Beispiel Programme laufen auf anderen Desktop. So muss ich während der Präsentation nicht umständlich die Programme hin und her schalten, ich wechsle einfach den Desktop (und das auch noch mit einer coolen Animation, die natürlich von Mac OS X abgeschaut wurde (das Apple immer noch vorauseilt in diesen Dingen bestreite ich ja nicht. Die Leute dort müssen irgendwelche “Designer-Drogen” nehmen, so geil, wie die _designen_ ;-)).
Ich bin echt gespannt, wann xgl wirklich einsatzfähig ist. Aber innerhalb der nächsten Monate wird sich da ne Menge tun und _Novell Linux Desktop 10_ soll das schon eingebaut haben. Cool.
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Februar 17th, 2006 at 13:00
Ich sag nur, da kann Billy the Chipp Gates einpacken! Warum fängt er nicht schon damit an?
Februar 17th, 2006 at 14:20
Weil er 100 Mill $ schwer ist, seine Firma 40 Mill $ in der Portokasse hat und weil ihm das nicht reicht. Grund genug?