Heute vor genau 15 Jahren wurde ein Dokument in den Cyperspace eingespeist, das man mittlerweile mit Fug und Recht als historisch bezeichnen kann und auf eine Stufe mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staat von Amerika oder der Menschenrechtscharta stellen kann.

Ich meine den legendären Usenet-Post, in dem Linus Torvalds ein neues Betriebssystem angekündigt hat, was in seinen Augen nur ein kleines Hobby-Projekt war, was nie wirklich groß werden wird. Heute ist dieses Betriebssystem eines der großen drei, neben Microsoft Windows und Apple Mac OS. Die rede ist natürlich von Linux
Linux feiert heute seinen 15. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.
Die Wikipedia hat dazu als Artikel des Tages den Artikel “Geschichte von Linux” auf die Hauptseite gestellt.
Ich selber verwende Linux seit etwa 2000. Angefangen habe ich mit “Suse Linux”, weil sie in Deutschland sehr verbreitet war und ist, und zudem als Einsteigerfreundlich galt. Heute verwende ich Suse immernoch, in der Version “OpenSUSE 10.1″. Ich habe verschiedene andere Distributionen getestet, darunter die Klassiker Red Hat/Fedora, Mandrake (heute Mandriva), oder auch das heutzutage so hippe Ubuntu (das es sogar in einer “Ubuntu Christian Edition” gibt, wie ich gerade gesehen habe, wie Geil). Aber ich bin immer wieder zu Suse zurückgekehrt, trotz mancher Probleme hier und da. Nach 6 Jahren mit Linux muss ich sagen, dass ich vollends zufrieden bin und überhaupt nicht den Drang verspüre zu Windows zurück zu kehren. Natürlich war es am Anfang nicht so leicht. Aber als ich damals mit Linux angefangen hatte steckte alles noch in den Kinderschuhen. Aus dieser Zeit stammen auch die ganzen Horrorgeschichten, die unter Linux-Gegnern die Runde machen: Man hätte keine gescheite grafische Oberfläche, müsste dutzende von Befehlen auswendig kennen, müsse Programmieren können, blablabla. In den sechs Jahren hat sich aber eine Menge getan. Wer die Entwicklung sehen will, der muss sich nur die Screenshots meiner grafischen Oberfläche KDE in der Wikipedia anschauen. Ich habe damals mit KDE 1.1 angefangen. Und das war vielleicht kein Vergleich mit Windows. Aber spätestens seit KDE 3.0 braucht KDE sich nicht zu verstecken. Und die Entwicklung schreitet munter voran. Natürlich gibt es hier und da noch Baustellen. Und vor allem Spielefreaks und Benutzer von Sonderprogrammen, die es nur für Windows gibt, werden nicht ganz auf Windows verzichten können. Aber auch in diesen Bereichen gibt es immer größere Fortschritte.
Für ein Hobby-Projekt eines finnischen Studenten, der Just for Fun (So der Name seiner Biographie, die sehr Lesenswert ist) angefangen hat, ein eigenes Betriebssystem zu schreiben, ist Linux mittlerweile wirklich etwas unglaublich großes und reifes geworden. Von Taschenuhren bis hin zu den größten Rechnern der Welt kann man fast alles mit Linux betreiben. Der europäische Traum!
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