Ich lese gerade in den dritten Band der Reihe “Neues Testament und Antike Kultur” rein. Ich bin auf diese Reihe gestoßen, als ich in Brake meine Facharbeit über Postmoderne und Antike Kultur geschrieben habe. Zu dem Zeitpunkt waren aber erst die ersten zwei Bände verfügbar. Da hätte ich diesen dritten Band aber gebraucht, denn der beschäftigt sich mit Welfauffassung, Kult und Ethos. Der erste Band behandelt die Themen “Prolegomena - Quellen - Geschichte - Recht”, der zweite Band die Themen “Familie - Gesellschaft - Wirtschaft”, der vierte Band enthält das Gesamtregister und Tafeln.
Jeder Band ist von einem Team von verschiedenen Forschern und Wissenschaftler gemeinsam verfasst worden. Im Vorwort werden 80 Autoren erwähnt. Für die verschiedenen Themen wurden jeweils Fachkräfte herangezogen. Zum Beispiel schreibt Peter Lampe über Rom. Lampe hat in der bekannten Reihe “Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament” über die stadtrömischen Christen in den ersten beiden Jahrhunderten geschrieben (ein sehr interessantes Buch, so am Rande). Nach diesem Ansatz wurden auch die anderen Themen behandelt. Dabei folgt jeder Abschnitt einem bestimmten Schema. Am Anfang jedes größeren Abschnitts wird eine Liste mit Bibelstellen aufgeführt, die das behandelte Thema in irgendeiner Form schneiden. Dann wird das Thema behandelt und am Ende jedes Themas wird eine mehr oder weniger ausführliche Bibliographie gegeben.
Diese Reihe ist für jeden, der sich stärker mit der Umwelt des Neuen Testaments auseinandersetzen will und den kulturellen Hintergrund der damaligen Zeit verstehen will, wärmstens zu empfehlen. Ich hab das zwar noch nicht wirklich kritisch auseinandergenommen. Aber was ich so gelesen habe lässt sich sehen. Man bekommt wirklich einen guten Einblick über ein breite Palette an Themen. Positiv ist auch, dass so viele verschiedene Autoren hinzugezogen wurden. Das ist eine positive Entwicklung der neueren Zeit gegenüber dem alten “Einzelkämpfer” Denken, wo dann alles in den Horizont des jeweiligen Autors gequetscht werden musste und manchesmal die Fakten fast vergewaltigt wurden. Davor ist auch dieses Projekt natürlich nicht gefeit. Aber die Gefahr ist sicherlich geringer, wenn so viele verschiedene Personen beteiligt sind.
Mehr Infos und Lesepropen gibt es auf der Projektseite (was übrigens in meinen Augen auch sehr positiv ist. Daran sollten sich manche andere Projekte eine Scheibe von abschneiden. Der Wert solcher Seiten sollte nicht unterschätzt werden)
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