Ich hab’ mich gestern um 19.00 ins Bett gelegt und bin heute Morgen um 08.00 aus dem Bett gestiegen. Ich habe lange nicht mehr so lange geschlafen. Und ich bin immer noch etwas down. Ich denke mal, das ist das übliche post-einsatzwoche-Syndrom.
Nun, wie war die letzte Woche? Interessant, herausfordernd, gut.
Die ersten drei Tage waren etwas stressig. Der Dienstag war mein persönlicher Tiefpunkt. Wir sind angekommen und manches war etwas anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Dann kam dazu, dass wir mehr Relistunden hatten, als erwartet. Und dann mussten wir im Team miteinander klarkommen, trotz großer Persönlichkeitsunterschiede. Und ich sollte das alles irgendwie managen. Ich habe am Dienstagabend vor Gott fast geheult, weil ich nicht weiterwusste, weil ich nicht wusste, was ich falsch gemacht habe. Ich war fast am Ende. Am Mittwoch Morgen im Teamtreff haben wir als Team gemeinsam auf “Reset” gedrückt. Wir haben das System neugestartet und alles, was sich bisher vielleicht an differenzen angesammelt hatte, hinter uns gelassen. Und es hat geklappt. Wirklich. Ab Mittwoch liefs fast wie von selbst. Ich habe eigentlich nur noch bei den Teamtreffs groß geleitet, und sonst wusste jeder, was zu tun ist. Man hat sich aufeinander eingestellt und ausgeholfen, wo es nötig war. Das war eine gute Erfahrung. Ich konnte mich fast ganz zurückziehen.
Ich bin echt stolz auf mein Team, und ich danke Gott, dass er es so geführt hat.
Im groben bestand die Woche aus vier Modulen:
* Relistunden in der Grundschule
* Jungscharwoche zum Thema Petrus
* Jugendabende zum Thema “Leben ist Mehr”
* Abendveranstaltungen zum Thema “Lebe Wertvoll”
Ich habe in dieser Woche zweimal gepredigt, einmal am Sonntag zum Thema “Lebe Wertvoll - mit einem wertvollen Auftrag”, und dann am Freitag zum Thema “Hilfe - ich werde geliebt”.
Für die Predigt habe ich auch das Photo links gemacht und darauf eine Präsentation aufgebaut. Ich würde die gerne online stellen, aber ich muss für ein Photo noch die Rechte erwerben. Dazu werde ich später noch etwas mehr schreiben.
Ich fand es sehr interessant, vor allem am Freitag Abend, darauf zu achten, was so während der Predigt alles in meinem Kopf ablief. Welche Gedanken man sich so alles macht. Als würden zwei Filme gleichzeitig ablaufen.
Da ist der eine Film, indem mein Mund auf und zu geht und Worte da rausgehen. Da bin ich der engagierte Prediger, mit Herz dabei.
Und da ist der andere Film, den keiner sieht. Da steh ich dann, schau mir die Leute an, schau mich selbst an, und mach mir komische Gedanken. Die reichen von: “Man, das läuft ja heute ganz gut. Vielleicht doch etwas mehr emotionen, aber ansonsten, doch, echt gut. Hoffentlich sind auch wirklich Leute dabei, die etwas von der Liebe Jesu hören müssen”, bis “Hm, mit der einen Hand in der Hosentasche. Kommt das so gut? Ich nehm die jetzt mal lieber raus, gestikulier ein wenig … Ach was soll’s, das passt schon. Das wird schon niemanden stören …”
Ich habe nicht zum ersten Mal gepredigt. Aber das ist mir zum ersten Mal wirklich so deutlich bewusst geworden. Vielleicht kommt das auch mit der Routine. War echt interessant, das mal so zu sehen.
Die Relistunden waren echt interessant. Wir haben insgesamt neun Stunden in der Grundschule bekommen, von der ersten bis zur vierten Klasse. Ich war zweimal in der ersten Klasse und habe über Petrus und den Fischzug erzählt. Das ist so cool, vor so kleinen Kindern zu stehen, die einem bis zur Hüfte reichen. Ich musste immer daran denken, das es schon 16 Jahre her ist, seitdem ich selber mal so ein Pimpf war. Die Kinder haben sehr gut mitgemacht und haben auch sehr gut aufgepasst. Von den Lehrerinnen haben wir durchweg positives feedback bekommen. Die haben gesagt, dass sie sogar ein paar Ideen mitnehmen werden. Eine Lehrerin war vom Lied “Wenn der Sturm tobt” total begeistert. Die wollte das unbedingt lernen. Es war eine sehr gute Erfahrung. Vor allem habe ich festgestellt, dass die KEB Leute eine gute Arbeit machen. Wir haben eigentlich nur “Standard-KEB-Kinderstunden” durchgeführt, nur etwas weniger evangelistisch. Aber das ist sehr gut angekommen. Weiter so!
Dann hab ich noch einen Jugendabend am Samstag Abend veranstaltet, zusammen mit zwei anderen. Das Thema war “Leben ist mehr … weil ER mehr möglich macht”.
Es sollte ein Jesus Abend werden, bei dem wir die sieben “Ich Bin” Worte Jesu durchgegangen sind. Wir haben den Raum mit ein paar Kerzen dekoriert. Nur ein paar, aber die Atmosphäre wurde gleich ganz anders. Jürgen, der mitgeholfen hat, hat ein Brot auf einen Tisch gelegt, zwei Kerzen daneben gestellt. Er hat das “Ich bin das Brot des Lebens” Wort erklärt. Die Jugendlichen sind dann aufgestanden und wir sind zum Tisch mit dem Brot gegangen.
Ich habe zwei Plakate an die Wand gehängt, auf beiden stand “ich bin das Licht”. Und bei jedem Plakat eine Kerze. Auf die Plakate sollten die Jugendlichen draufschreiben, was es für sie bedeutet, wenn Jesus sagt “Ich bin das Licht”.
Das war alles ein wenig zaghaft, weil die Jugendlichen so etwas bisher kaum kannten.
Am Anfang ist mir eine blöde Panne passiert. Ich hatte eine Präsentation für den Abend erstellt. Jedes Ich Bin Wort wurde mit einem passenden Bild unterlegt, und auch die Lieder, die wir singen wollten.
Zum Beispiel sollte das Lied “Komm, jetzt ist die Zeit, wir beten an” mit dem Bild rechts untermalt werden. Aber gleich am Anfang habe ich ausversehen irgendeinen Knopf auf der Fernbedienung des Beamers gedrückt. Da war das Bild weg. Ich kenne mich mit Beamern normalerweise aus. Aber da wusste ich echt nicht, was ich falsch gedrückt habe. Dann habe ich das Monitorkabel ausgesteckt und dann wieder eingesteckt, aber leider in den falschen Steckplatz. Dann hat natürlich nichts mehr geholfen. So mussten wir das Programm ersteinmal ohne Beamer anlaufen lassen. Später habe ich dann bemerkt, dass ich das Kabel falsch eingsteckt hatte. Dann gings auch wieder. Aber das war voll blöd.
Bei der Vorbereitung für den Abend, vor allem, als ich mir Gedanken über die Präsentation gemacht habe, habe ich gemerkt, wieviel gutes Material es im Netz gibt, aber wie rechtlich unsicher vieles ist. Ich habe auf Bilder von “Flickr”:http://flickr.com zurückgegriffen. Das ist eine coole Photo Community, die mächtig am Wachsen ist. Geht mal auf die “Suchseite”:http://flickr.com/photos/tags/ und sucht nach “Jesus”, oder “Cross”, und ihr findet unheimlich viele Photos. Und es werden täglich immer mehr. Ich habe viele der Photos verwendet. Und mich dabei in eine Grauzone begeben. Denn ich müsste mir ersteinmal die Erlaubnis der Photographen einholen. Dazu hatte ich aber leider keine Zeit mehr. So habe ich zwar die Präsentation erstellt, kann die aber momentan nicht online stellen, ohne mich strafbar zu machen.
Auf Flickr gibt es auch viele Photos, die unter einer “CreativeCommons”:http://creativecommons.org Lizenz stehen. Aber leider waren die Photos, die ich brauchte, nicht unter so einer Lizenz.
Leute, wenn ihr Photos macht, oder Präsentationen, etc., dann stellt die bitte unter eine CC Lizenz, wenn ihr nichts dagegen habt, das eure Sachen weiterverwendet werden dürfen. Ich z.B. stelle alle meine Sachen unter eine sog. “by-nc-nd”:http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/ Lizenz. Einfach auf den Link klicken, um mehr darüber zu erfahren. Jeder, der sich z.B. für meine “Photos”:http://flickr.com/photos/kapeka/ interessiert, weiß sofort, was er damit kann, und was nicht. Da muss man dann gar nicht erst umständlich nachfragen. Es gibt so viel gutes Material, aber wenn man es nutzen will, muss man sich bei etlichen Leuten erst nervig durchfragen. Wenn wir sagen, dass wir in ein kreatives Zeitalter eintreten, dann lasst uns die Kreativität fördern, und keine unnötigen Barrikaden aufbauen!
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March 14th, 2005 at 12:15
Wenn du coole Photos haben willst - Stock Photos, also nicht diese Amateur-Dinger, dann besuche http://www.sxc.hu/ . Da kannste alles runterladen und so benutzen, wie du willst - ohne zu fragen.
ciao
Danny
March 14th, 2005 at 12:37
O.k., cool. Danke für den Tipp. Hab da grad kurz reingeschaut, sieht ganz nett aus.
GFS