So. Der zweite und letzte Unterpunkt im Vergleichsgebiet “Religion”. Ich hatte heute keinen einfachen Tag. Erst gabs Stress wegen Internet. Da war ne Rechnung offen und die haben uns die Leitung gekappt. Und da waren noch andere Dinge, auch gesundheitlich. Ich musste mich echt zusammenreißen, etwas zu schreiben. Da ist auch was bei herumgekommen. Ich weiß aber noch nicht, ob ich so wirklich glücklich damit sein soll. Nur reicht die Zeit nicht mehr, da einen anderen Ansatz zu wählen. Ich muss also hoffen, das Kotschi zufrieden sein wird.
Noch ne Nachricht nebenbei: Ich bin jetzt bei Jabber neben “amessage.de”:http://amessage.de auch auf den Jabber Service von Google “Google Talk”:http://talk.google.com umgestiegen. VoIP geht damit zwar unter Linux noch nicht, zumindest bei Kopete nicht und soweit ich weiß auch bei keinem anderen Client. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich da schnell was tun wird … Open Source halt
Dann kann ich das proprietäre Skype endlich kicken. Wobei es sein kann, dass die sich endlich für SIP Clients öffnen. Dann würd ich nochmal drüber nachdenken 8-). Also, wer
h3. Viele Götter, ein Gott, mein Gott
Nachdem wir uns gerade die generelle Religiösität angeschaut haben, wollen wir jetzt kurz genauer auf das eigentliche Gottesbild konzentrieren. Dabei betrachten wir zuerst das Gottesbild der Antike und welche Entwicklungen es durchlaufen hat, bevor wir auf unsere heutige Zeit zu sprechen kommen.
Die griechische-römische Antike ist nicht nur politisch durch Griechenland und Rom bestimmt, sondern auch in religiösen Angelegenheiten. Sowohl die griechische Religion, als auch die römische waren polytheistisch. Das hängt, vor allem bei den Griechen, sehr stark mit der Geschichte des Landes zusammen. Griechenland bildete politisch nie eine Einheit, sondern war vielmehr in viele Stadtstaaten aufgegliedert. Das hatte zur Folge, dass sich auch die Kulte häufig unabhängig voneinander bildeten und das keine einheitliche Theologie entstand.[1] Der griechische Kult war ein Traditionskult.[2] Erst die großen Dichter, vor allem Homer, brachten die griechischen Götter in ein System zueinander, mit Charaktermerkmalen und Hierarchien.[3] Aber diese Mythen und Dichtungen sind nicht vergleichbar mit der Bibel, oder dem Koran. Sie beanspruchten für sich nie, bindende und unfehlbare heilige Schrift zu sein.[4] Man könnte die griechische Religion als natürlich gewachsene und sehr offene Religion bezeichnen. Das Gottesbild der Griechen ist sehr anthropomorphisch.[5] Epikur ging sogar so weit, dass Götter und Menschen sich für ihn nur in zwei Punkten unterscheiden: In der Unsterblichkeit und der Seligkeit, womit ihre Leichtigkeit des Seins gemeint ist, ohne Krankheiten etc.[6] Ansonsten können sie geboren werden, sexuelle Beziehungen miteinander und mit Menschen eingehen, Intrigen spinnen, Eifersüchtig sein etc.
Die Römer hatten zwar eine ganz andere Geschichte als die Griechen; Rom war eine einzelne Stadt und Anfangs kein Konglomerat von Stadtstaaten wie Griechenland. Dennoch war auch die römische Religion polytheistisch und nicht wirklich klar gegliedert, und durch verschiedene äußere Einflüsse geprägt.[7] Besonders großen Einfluss hatte die griechische Kultur. Die römischen Götter wurden den griechischen Göttern verstärkt gleichgesetzt,[8] Die Offenheit der römischen Religion gegenüber fremden Göttern war etwas anders geprägt, als die der Griechen, bisweilen sogar zwiespältig. Auf der einen Seite waren die Römer sehr pragmatisch in diesen Angelegenheiten. Wenn es notwendig war übernahm man fremde Gottheiten, wie die kleinasiatische Gottheit „Kybele“, um mit ihrem Segen gegen den angreifenden Hannibal bestehen zu können.[9] Auf der anderen Seite führte der „Bacchanalienskandal“ zu Repressalien gegenüber den immer mehr an Einfluss gewinnenden Mysterienkulten.[10] Als Rom zur Weltmacht anwuchs, eroberte es viele Länder mit ihren ganz eigenen Kulten (z.B. Ägypten, oder die Juden). Diesen Provinzen wurde eine gewisse Religionsautonomie gewährt.[11]
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