So, wie in meinem früherem Post zur Sommerarbeit angekündigt, werf ich Teile meiner Sommerarbeit dem Internet zum Fressen vor.
Das ist als “Alpha” Version gekennzeichnet. Wer sich etwas mit Software auskennt, weiß, was damit gemeint ist. Ich zitiere dazu mal, was M. Heilemann über sein neues Theme “K2″:http://binarybonsai.com/k2 geschrieben hat, in etwas abgeänderter Form:
Do not read and use “Postmoderne Kultur und antike Gesellschaft” unless you understand what an “alpha version”:http://en.wikipedia.org/wiki/Alpha_version is. This is not a release meant for actual use; yet.
Bevor ich mit dem eigentlichen Vergleich anfange, will ich ersteinmal einen kurzen Überblick darüber geben, was es mit Antike und Postmoderne eigentlich auf sich hat. Deshalb schreibe ich jeweils kurze Einleitungen darüber. Die zur Antike habe ich heute fertig gemacht. Das soll nur ein grober Überblick sein, für Leute, die nicht viel mit Antike anfangen können. In der endgültigen Fassung wird das ganze sicherlich noch gekürzt und gestrafft werden, weil ich sonst den Rahmen sprenge und zu wenig Platz für den Hauptteil bleibt. Vielleicht wird es zwei Versionen geben, die normale und “Directors Cut: Extended Version”
Die Fussnoten werde ich erstmal weglassen, weil das zuviel Zeit kosten würde. Ich C&P das nur aus “OOo”:http://de.openoffice.org heraus. Die Fussnotenzeichen bleiben drin. Wer also was über eine bestimmte Fussnote wissen will, kann mich dann fragen.
h3. Einführung in die Antike
Die Antike wird manchmal auch als „griechisch-römische Antike“ bezeichnet. Diese Bezeichnung hebt das zentrale Definitionsmerkmal der Antike hervor:
Die Antike wird im Allgemeinen mit den beiden Großkulturen des Mittelmeerraums in Verbindung gebracht, nämlich mit Griechenland und mit dem römischen Reich.[1] Auch die Zeitspanne für die Antike, also der ungefähre Beginn und das Ende der Antike, werden mit dem Aufstieg und dem Fall dieser Kulturen verbunden. Dabei ist eine genaue zeitliche Eingrenzung der Antike etwas schwierig, wie das bei Zeitepochen und Geisteströmungen fast immer der Fall ist.
Relativ einheitlich und genau wird das Ende der Antike datiert. Das Ende der Antike wird gleichgesetzt mit dem Ende des weströmischen Reiches, das ins Jahr 476 n. Chr. Fällt, als Romulus Augustus als letzter weströmischer Kaiser vom germanischen Eroberer Roms, Odoaker, quasi abgesetzt wurde.[2] Aber nicht allein der Untergang des römischen Reiches als quasi der politischen Seite der Antike war verantwortlich für das Ende der Antike, denn wäre die Antike nur mit der politischen Seite verbunden, hätte sie auch schon mit dem Niedergang Griechenlands zu Ende gehen können, mit dessen Aufstieg sie ja begonnen hat. Das war aber nicht der Fall, denn was Rom von Griechenland übernahm war Geist, Kultur und Religion,[3] was soweit ging, das manche davon sprechen, dass „die Eroberten Griechen die Eroberer eroberten“.[4] Die Antike war also auch dieses geistige Erbe, besonders in religiöser Hinsicht.[5] Und als dieses vom Griechenland nach Rom tradierte geistige Erbe mit dem Aufstieg des Christentums unter- und im Christentum aufging, ging die Epoche der Antike zu Ende.[6]
Der Anfang der Antike lässt sich schwieriger datieren.[7] Er ist wohl nach der Zeit der Mykenischen Kultur einzuordnen, die ca. ab dem 12. Jhrd. vor Christus an Einfluss verlor und von der Bildfläche verschwand.[8] Es ist umstritten, ob man die darauf folgende Zeit der „Großen Wanderung“[9] ab 1200 v. Chr. schon als Teil der Antike zählen soll,[10] die manchmal auch als „dunkles Zeitalter“ bezeichnet wird,[11] oder ob man erst die Zeit ab 800 v. Chr. als Beginn der Antike zählt, wo wieder vermehrtes Kulturschaffen seitens der Griechen belegt ist.[12] Angemessener ist wahrscheinlich die letztere Datierung. In dieser Zeit entstand die griechische Schrift, die über lange Zeit dominierend im Mittelmeerraum sein wird. Ausserdem hat in dieser Zeit der berühmte Dichter Homer seine Werke „Illias“ und „Odyssee“ verfasst hat, die zur geistigen und auch religiösen Grundlage der griechischen Antike wurden.[13]
Wichtig für unsere Untersuchung sind die religösen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Antike, vor allem vom 1. bis zum 4. Jhrd. n. Chr. Ein zentraler Begriff ist hierbei der „Hellenismus“. Wie schon weiter oben beschrieben hat Rom Geist, Kultur und Religion der Griechen übernommen. Hellenismus ist der Sammelbegriff für diese „Exportware“ der Griechen. Seinen Anfang nahm der Hellenismus mit den Eroberungsfeldzügen des Mazedonischen Königs Alexander dem Großen.[14] Er nahm die griechische Kultur mit in den Orient. Dort vermischte sich die griechische Kultur mit orientalischen Einflüssen.[15] Durch die zahlreichen Eroberungen Alexanders wurde der Hellenismus zur dominierenden Kultur und Geistesströmung im Mittelmeerraum. Politisch endete der Hellenismus unter griechischer Vorherrschaft mit dem Ende der sog. „Diadochenreiche“, also der Nachfolgestaaten des Alexanderreiches, die entstanden sind, als das Reich Alexanders nach dessen Tod zerfallen ist.[16] Die hellenistische Kultur lebte aber im römischen Reich weiter, das sich die Diadochen bei seinen Eroberungen einverleibt hatte. Mit dem Hellenismus etablierten sich auch verschiedene Mysternienkulte und religösen Bewegungen im römischen Reich, wie z.B. der Eleusienkult,[17] der Kult der Kybele, auch bekannt als „Magna Mater“,[18] der Isis-Kult,[19] oder z.B. auch das hellenistische Judentum.[20] Das ist der religöse Hintergrund der ersten Jahrd. n. Chr.
Gesellschaftlich und politisch war die Situation in dieser Zeit etwas zwiespältig. Auf der einen Seite waren die ersten Jahrzehnte der Kaiserzeit relativ stabil.[21] Kaiser Augustus sorgte nach einer Phase von Bürgerkriegen für Frieden innerhalb des Reiches, die sog. „Pax Augusta“[22], der in die langanhaltende „Pax Romana“[23] mündete.[24] Auf der anderen Seite sorgte die römische Expansion auch für Probleme, die zu einem schleichendem Verfall des Reiches führten.[25]
Auf einzelne gesellschaftliche und religiöse Aspekte dieser Zeit wird im eigentlichen Vergleich zwischen Postmoderne und Antike genauer eingegangen werden.
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September 13th, 2005 at 16:12
Danke für die Informationen! Ich habe nach langem Suchen endlich diese Seite gufunden und so herausgefunden wann die Antike denn nun war! Ich halte ein Referat über Malaria, was auch schon in der Antike auftrat und woran Alexander der Große vermutlich gestorben ist!
Die Seite ist interessant und zusammenfassend, echt gut!
MFG