Auf dem Linuxtag wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der “Wikipedia”:http://de.wikipedia.org und “KDE”:http://www.kde.org “angekündigt”:http://netzpolitik.org/2005/kde-wikipedia-partnerschaft-auf-dem-linuxtag-prasentiert/. Auf beiden Seiten wird eine API zur Verfügung gestellt, die es KDE Applikationen ermöglicht, auf die Inhalte der Wikipedia ganz ohne Browser zu zu greifen. Z.B. kann man sich im Medienplayer “amarok”:http://amarok.kde.org/ demnächst in der Version 1.3 nicht nur die Texte zu den Liedern anschauen, sondern auch Informationen über die Künstler etc.
Damit wird die allgemeine Verfügbarkeit und Allgegenwärtigkeit von Informationen immer weiter vorangetrieben und die Wikipedia rückt immer mehr in den Fokus des Interesses.
Diese Entwicklung zeigt aber auch einen großen Wechsel im Denken, der stattfindet, denn so etwas wäre nicht möglich, wenn es die Wikipedia in der Form, wie sie existiert, trotz mancher “Designschwächen”, nämlich als freie Wissensplattform, nicht möglich. Würde die Wikipedia nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen und mit größtmöglichstem Schutz des geistigen Eigentums entwickelt werden, sie würde niemals so erfolgreich sein und sie würde niemals diese Potentiale freisetzen, die bisher nur ansatzweise ausgereizt werden.
Die Leute, die nach immer restriktiveren Urheberrechtsgesetzen schreien und dadurch freigesetzte Kreativität erhoffen, die leben komplett an der Realität vorbei. Die Entwicklung des Internets, die Entwicklung von Linux, die Entwicklung der Wikipedia, alle diese Entwicklungen sind ohne Open Source und Open Standards gar nicht denkbar. Und die Potentiale die diese Entwicklungen freigesetzt haben sind mittlerweile so selbstverständlich geworden, dass es fast schon wieder gefährlich wird, weil viele gar nicht begreifen, wie schützenswert und auf Schutz angewiesen diese “Biotope des freien Austausches” sind. Kreativer Fortschrittt geschieht im kreativen Austausch und nicht in der protektionistschen Egosphäre.
Wäre schön, wenn wir Christen diese Entwicklungen auch erkennen und wirklich aufgreifen und nutzen würden. Das steckt viel Potential drin, dass auch wir für uns Nutzbar machen könnten.
Ich versuche mir seit einiger Zeit immer stärker vor Augen zu führen wie. Meine erwähnte Artikelserie “Net Publishing”:http://karl.karzelek.com/kreuz/xross/net_publishing/ ist nur ein kleiner, schwacher Anfang. Vielleicht krieg ich in diese Richtung noch ein paar Gedanken gefasst.
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