Das “Cicero Magazin”:http://www.cicero.de hat jetzt eine eigene Kategorie erhalten. Ich liebe diese Zeitschrift mehr und mehr.
Jetzt ist in der online-Ausgabe ein “Artikel”:http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=606 von J. Ratzinger AKA(Also Known As) Benedikt XVI erschienen, in dem er über den kulturellen Verfall Europas schreibt, der seiner Ansicht mit einem latenten Selbsthass der Europäer gegen die eigene (religöse) Kultur und Geschichte zusammenhängt.
Ein Absatz bringt es m.E. auf den Punkt:
In unserer heutigen Gesellschaft wird man Gott sei Dank bestraft, wenn man den jüdischen Glauben entehrt, sein Bild von Gott, seine großen Symbole. Auch wird bestraft, wer den Koran und die Überzeugungen des Islam verhöhnt. Handelt es sich hingegen um Christus und um das, was den Christen heilig ist, so erscheint hier die Meinungsfreiheit wie das höchste Gut und eine Beschränkung in diesem Zusammenhang käme einer Bedrohung oder gar der Zerstörung der Toleranz und der Freiheit im Allgemeinen gleich.
Europa steht an einem Scheideweg, wenn es um seine Zukunft als Kulturraum geht. Lasst uns daran arbeiten, dass Europa den richtigen Weg geht.
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Mai 5th, 2005 at 7:45
Europa hat den Scheideweg schon längst überschritten. Den Inhalt des Zitats kann ich nicht nachvollziehen. Jüdischer Glaube und Islam sind ebenso Zielscheibe des Spotts und der Persiflage wie Christus.
Was meinst Du mit richtigem Weg ? Den Weg den das christliche Europa schon einmal gegangen ist ? Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung, Religionskriege, geplante Verdummung des Volkes ?
Das Christentum hat sich seine Stellung uns sein Recht Europa zu gestalten verwirkt. Ich persönlich bin froh, dass der Humanismus Europa geprägt hat. Sonst könnte ich heute nämlich meinen Glauben als wiedergeborener Christ nicht ausleben.
Ich bete dafür, dass das Christentum nie wieder einen Kontinent prägen wird.
Mai 5th, 2005 at 7:58
Meinst du den Humanismus des 1. und 2. Weltkriegs? Den Humanismus der Abtreibungen und der Euthanasie? Wir haben wirklich ein gesegnetes Europa.
Das dieser Humanismus auf dem Boden christlicher Kultur reifen konnte, dass braucht man natürlich nicht zu sehen. Und das dieser Humanismus mehr Menschenleben forderte, als die ganze katholische Kirche zusammen, dass ist natürlich auch Quatsch.
Ich sollte eigentlich jeden Tag dafür beten, dass das Christentum das Angesicht der Welt verändert.